Der Ausbruch der Vogelgrippe bei Zugvögeln, insbesondere bei Kranichen, nimmt derzeit ein bislang ungekanntes Ausmaß an.
🔍 Was ist passiert?
* Auch wenn die Vogelgrippe in Deutschland mittlerweile ganzjährig verbreitet ist, nimmt das Infektionsgeschehen durch den Vogelzug zu.
* Kraniche, die das hochansteckende Virus in sich tragen, bleiben zunächst flugfähig!
* Über 2.000 tote Kraniche wurden bisher deutschlandweit aufgefunden.
* Symptome sind Apathie, Atemprobleme und neurologische Störungen.
* In zahlreichen Geflügelhaltungen wurden Vorsichts- und Keulmaßnahmen angeordnet.
⚠️ Was bedeutet das für JägerInnen und Naturfreunde?
* Berührt keine toten oder krank wirkenden Wildvögel und meldet solche Funde unverzüglich dem zuständigen Veterinäramt oder Jagdausübungberechtigten!
* Sammelt derzeit keine Federn.
* Vermeidet den direkten oder indirekten Kontakt zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln!
* Es sind aktuell keine Fälle bekannt, bei denen der Erreger auf Haustiere übergesprungen ist, so dass solche Ansteckungen laut Experten eine Ausnahme darstellen.
* Tiere können das Virus aber weiter verbreiten, daher sollte ein direkter Kontakt von Hunden und Katzen mit toten oder kranken Tieren verhindert werden.
* Der Verzehr von Geflügelfleisch und Eiern ist unbedenklich! Das Virus wird bereits bei +70° C zuverlässig abgetötet.
* Achtet auf eure Hygiene: getrennte Schuhe für den Wald, sorgfältige Reinigung von Geräten und Fahrzeugen.
* Obwohl das Risiko für den Menschen derzeit als gering eingestuft wird, bleibt die Tierseuchenlage ernst – und wir tragen die Verantwortung.
🌿 Unser Aufruf
Lasst uns wachsam bleiben! Die Natur ist im Wandel – und gerade in der Zeit des Vogelzugs gilt es, aufmerksam zu sein. Solltet ihr tote Wildvögel entdecken, dokumentiert Ort und Zeit, macht ein Foto mit ausreichender Distanz und meldet den Vorfall beim Veterinäramt. Jeder Hinweis hilft, das Monitoring zu unterstützen.
Wir von der Jägerschule stehen euch bei Fragen zur Seite – gemeinsam schützen wir unsere Natur. 🪶

